Eine Beispielrechnung: Mara (Krebs) und Jonas (Fische)
Hinweis: Diese Beispielrechnung stammt aus der Phase, in der nur Sonne, Mond und Aszendent berücksichtigt wurden (9 Kreuzvergleiche). Die tatsächliche Berechnung bezieht inzwischen zusätzlich Venus und Mars ein – macht 25 statt 9 Kreuzvergleiche und ein entsprechend umfangreicheres Ergebnis. Das Rechenprinzip (Kreuzvergleich × Gewicht, normiert auf 0–63 bzw. 0–100 %) bleibt dabei identisch, siehe AstromatchingNotizen.md. Der Übersichtlichkeit halber bleibt das Beispiel unten bei den ursprünglichen drei Punkten.
Um zu zeigen, wie das Matching zu seiner Zahl kommt, nehmen wir zwei erfundene Personen mit vollständigen Geburtsdaten:
- Mara: Sonne Krebs, Mond Stier, Aszendent Fische
- Jonas: Sonne Fische, Mond Skorpion, Aszendent Krebs
Beide haben also viel "Wasser" in ihrem Profil – das ist bewusst so gewählt, damit man an einem konkreten Fall sieht, warum Wasserzeichen in astrologischen Ranglisten traditionell so oft ganz oben landen. Die Sonnenzeichen Krebs und Fische sind dabei der berühmteste Fall dieser Art: Sie stehen sich am Tierkreis im 120°-Winkel gegenüber, dem sogenannten Trigon – dem harmonischsten alle Winkelbeziehungen. Dazu gehören beide zum Element Wasser. Das ist der eigentliche Grund für den Ruf, den diese Kombination hat: gleiches Grundtemperament (beide eher gefühls- als kopfgesteuert, beide feinfühlig für Stimmungen) und eine Aspekt-Geometrie, die klassisch als reibungslosester Fluss gilt. Dass Krebs kardinal (initiativ) und Fische veränderlich (anpassend) ist, spielt kaum eine Rolle – unterschiedliche Handlungsstile fallen bei einem Trigon nicht ins Gewicht, weil Aspekt und Element schon für sich genommen so stark harmonisch sind.
Rechnerisch heißt das: Kompatibilität(Krebs, Fische) = 63 – der höchstmögliche Wert in unserem System (Skala 0–63). Das ist der Hauptwert der Rechnung.
Die restlichen acht Kreuzvergleiche
Weil wir außer der Sonne auch Mond und Aszendent berücksichtigen, vergleichen wir nicht nur die beiden Sonnenzeichen, sondern jeden der drei Punkte von Mara mit jedem der drei Punkte von Jonas – macht insgesamt 3 × 3 = 9 Vergleiche. Jeder einzelne hat eine eigene kleine Geschichte:
| # | Wer trifft auf wen | Aspekt | Begründung | Wert |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Maras Sonne (Krebs) × Jonas' Sonne (Fische) | Trigon | gleiches Element (Wasser), unterschiedliche Modalität | 63 |
| 2 | Maras Sonne (Krebs) × Jonas' Mond (Skorpion) | Trigon | gleiches Element (Wasser), unterschiedliche Modalität | 63 |
| 3 | Maras Mond (Stier) × Jonas' Sonne (Fische) | Sextil | ergänzendes Element (Erde/Wasser), unterschiedliche Modalität | 52 |
| 4 | Maras Sonne (Krebs) × Jonas' Aszendent (Krebs) | Konjunktion | gleiches Zeichen | 32 |
| 5 | Maras Aszendent (Fische) × Jonas' Sonne (Fische) | Konjunktion | gleiches Zeichen | 32 |
| 6 | Maras Mond (Stier) × Jonas' Mond (Skorpion) | Opposition | ergänzendes Element (Erde/Wasser), gleiche Modalität (fest) | 41 |
| 7 | Maras Aszendent (Fische) × Jonas' Aszendent (Krebs) | Trigon | gleiches Element (Wasser), unterschiedliche Modalität | 63 |
| 8 | Maras Mond (Stier) × Jonas' Aszendent (Krebs) | Sextil | ergänzendes Element (Erde/Wasser), unterschiedliche Modalität | 52 |
| 9 | Maras Aszendent (Fische) × Jonas' Mond (Skorpion) | Trigon | gleiches Element (Wasser), unterschiedliche Modalität | 63 |
Was diese Zeilen inhaltlich bedeuten:
Zeile 2 und 3 vergleichen jeweils die Sonne der einen mit dem Mond der anderen Person – also "wer du im Kern bist" mit "was der/die andere emotional braucht". Bei Mara → Jonas trifft ihr unkompliziertes Krebs-Wesen exakt den Nerv seines tiefen Skorpion-Mondes (Trigon, 63). Umgekehrt trifft Jonas' Fische-Sonne auf Maras erdverbundenen Stier-Mond – kein Trigon, aber ein Sextil: Erde und Wasser ergänzen sich klassisch (Erde gibt dem Wasser ein Ufer, Wasser macht die Erde fruchtbar), man muss dafür nur etwas aktiver aufeinander eingehen als bei einem Trigon.
Zeile 4 und 5 sind ein netter Zufall dieses Beispiels: Jonas' Aszendent – also wie er auf andere wirkt – ist zufällig genau Maras Sonnenzeichen, und umgekehrt. Beide erkennen im ersten Eindruck des anderen quasi ihr eigenes Kernwesen wieder. Astrologisch ist eine Konjunktion (gleiches Zeichen) aber kein Selbstläufer nach oben: Man teilt dieselben Stärken, aber eben auch dieselben blinden Flecken – deshalb landet der Wert im Mittelfeld (32), nicht ganz oben.
Zeile 6 ist die einzige spannungsreichere Zeile: Die beiden Mondzeichen (Stier und Skorpion) stehen sich genau gegenüber (Opposition). Das ist die klassische "Magnet-und-Reibung"-Konstellation: starke gegenseitige Anziehung, weil man einander ergänzt, aber auch echtes Reibungspotenzial, weil beide emotional gleich stur sind (beide "fest"). Genau das macht Beziehungen zwischen Wasser- und Erdzeichen oft so intensiv – im Guten wie im Anstrengenden.
Zeile 7, 8, 9 zeigen, dass sogar die "Oberflächen-Ebene" (Aszendent) dieses Paars auffällig gut harmoniert – bis hin zu einem weiteren perfekten Trigon zwischen den beiden Aszendenten selbst. Der erste Eindruck dürfte den beiden also schon ausgesprochen leichtgefallen sein.
Wie daraus die Prozentzahl wird
Jeder der neun Werte wird mit seinem Gewicht multipliziert – Sonne-Sonne zählt am meisten (Gewicht 1), die beiden Sonne-Mond-Kreuzungen etwas weniger (je 0,75), die beiden Sonne-Aszendent-Kreuzungen noch weniger (je 0,5), und die drei "Nebenfaktoren untereinander" (Mond-Mond, Aszendent-Aszendent, Mond-Aszendent-Kreuzungen) am wenigsten (0,5625 / 0,25 / je 0,375):
63·1 + 63·0,75 + 52·0,75 + 32·0,5 + 32·0,5 + 41·0,5625 + 63·0,25 + 52·0,375 + 63·0,375
≈ 263,19
geteilt durch die Gewichtssumme (1 + 0,75 + 0,5)² = 5,0625
≈ 51,99 (auf der 0–63-Skala)
Umgerechnet in Prozent: 82,5 % (einfache Umrechnung ≈51,99/63·100 – die Web-App wendet auf diesen Wert inzwischen zusätzlich eine Umskalierung Richtung 60–90 % an, siehe AstromatchingNotizen.md; die dort tatsächlich angezeigte Zahl für dieses Beispiel würde also etwas abweichen).
Wichtig dabei: Das ist nicht einfach der Durchschnitt der neun Werte (der läge bei rund 51,2 – kaum anders, hier zufällig). Der Unterschied wird bei weniger einheitlichen Profilen deutlicher: Die Gewichtung stellt sicher, dass die Sonne-zu-Sonne-Verbindung – "wer bin ich" trifft auf "wer bist du" – immer den größten Einfluss auf das Ergebnis hat, während die eher flüchtigeren Ebenen (Aszendent zu Aszendent, also nur der erste Eindruck) das Bild abrunden, aber nicht dominieren dürfen.
Das Ergebnis von 82,5 % ist entsprechend hoch – und bestätigt inhaltlich genau das, was schon der Blick auf die beiden Sonnenzeichen vermuten ließ: Krebs und Fische gelten nicht zufällig als eine der klassischen "Traumkombinationen" astrologischer Ranglisten.